Gemeinsam lässt sich mehr erreichen

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Global Young Faculty fördert zum vierten Mal die interdisziplinäre Zusammenarbeit der besten Nachwuchswissenschaftler/innen im Ruhrgebiet

Essen, 5. November 2015. In der vierten Ausschreibungsrunde der Global Young Faculty (GYF) haben sich 55 herausragende Nachwuchswissenschaftler/innen von den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen sowie von vier außeruniversitären Forschungsinstituten an der Ruhr durchgesetzt und ihre Arbeit aufgenommen. In den kommenden 18 Monaten wird die GYF von der Stiftung Mercator mit einem Budget von rund 650.000 Euro ausgestattet und kann damit eigene Ideen umsetzen. Die Themen sind wieder so vielfältig wie die Mitglieder des Netzwerkes selbst. In vier fächerübergreifenden Arbeitsgruppen untersuchen die jungen Forscher/innen Entwicklungen der digitalen Society, Aufgaben der kommunikativen Universität, Nutzung von öffentlichen Räumen sowie Freiheit und Grenzen der Forschung. Inhaltliche Vorgaben gibt es keine. Ziel des Programms ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs im Ruhrgebiet zu fördern.

Seit Beginn des Netzwerkes im Jahr 2009 hat die GYF auf diesem Wege bereits rund 200 Nachwuchswissenschaftler/innen mit einem Gesamtvolumen von über 1,75 Millionen Euro gefördert. Das Besondere des Programms liegt vor allem in der Freiheit, neue Wege in der wissenschaftlichen Arbeit zu gehen. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, sich regional zu vernetzen und selbstbestimmt in interdisziplinären Gruppen zusammenzuarbeiten – mit freier Wahl der Themengebiete und Formate. Die Gruppen veranstalten Symposien und Expertengespräche, führen Studien durch und publizieren ihre Forschungsergebnisse. Darüber hinaus steht jedem Mitglied ein individuelles Reisebudget zur Verfügung, um renommierte Experten/innen aus dem In- und Ausland einzuladen sowie eigene Forschungsreisen zu unternehmen.

„Ganz im Sinne der Freiheit von Forschung kann man hier wirklich Disziplinen übergreifend neue Wege bestreiten. Durch die Arbeit in den Arbeitsgruppen erhält man automatisch Zugang zu einem neuen regionalen Netzwerk und erhält in kürzester Zeit Einblick in unterschiedliche Fachkulturen und Forschungsmethoden. Ich habe nicht nur interessante Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, sondern es haben sich auch neue Freundschaften und Forschungskooperationen ergeben, die weit über die Zeit in der Global Young Faculty hinaus wirken werden“, beschreibt Jun.-Prof. Maximiliane Wilkesmann, Technische Universität Dortmund, ihre Erfahrungen im vorherigen Jahrgang der GYF.

„Biologen, Theologen und Ingenieure, so unterschiedlich die Mitglieder in ihren Arbeitsgruppen auch sind, gemein sind ihnen die Aufgeschlossenheit und Experimentierfreude, die Interdisziplinarität und Vielfalt. Durch ihr vernetztes Denken entwickeln sie nicht nur innovative Ideen für die kleinen und großen Herausforderungen unserer Zeit, sondern erhalten auch Impulse für weitere gemeinsame Forschungsprojekte“, erläutert Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor des Mercator Research Center Ruhr. „Unser Ziel ist es, mit der Global Young Faculty besonders befähigten jungen Wissenschaftlern an der Ruhr einen Blick über die Grenzen ihres eigenen Fachbereiches zu ermöglichen und ihnen Mittel für gemeinsame Forschungsideen zur Verfügung zu stellen. Davon profitieren nicht nur die jungen Forscher selbst, sondern der gesamte Wissenschaftsstandort Ruhr“, so Dr. Wolfgang Rohe, der Sprecher der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.

Über die Global Young Faculty
Die Global Young Faculty ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Ruhr und wird vom Mercator Research Center Ruhr koordiniert. Die Arbeitsgruppen der ersten Jahrgänge beschäftigten sich mit einem breiten Themenspektrum, das von einer gerechten und effizienten Gesundheitsversorgung über die soziale Akzeptanz neuer Technologien bis zum Identitätswandel im Ruhrgebiet reichte. Ihre Ergebnisse präsentieren die Teilnehmer/innen der Öffentlichkeit in frei gewählten Formaten.