Arbeitsgruppe „Fake or Fact – Mehr(ere) Wahrheiten in den Medien“

Die Arbeitsgruppe „Fake or Fact – Mehr(ere) Wahrheiten in den Medien“ widmet sich medialen Phänomenen, die von stark auseinander driftenden Perspektiven auf die soziale Wirklichkeit zeugen, beispielsweise „fake news“ und „gefühlte Wahrheiten“. Im Zeitalter der Digitalisierung, der sozialen Medien sowie abnehmender Aufmerksamkeitsspannen sind die gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung noch nicht absehbar, jedoch kaum zu überschätzen.

Insbesondere werden im Rahmen der Global Young Faculty V zwei grundlegend verschiedene Facetten dieser Thematik beleuchtet. Zum einen wird der Frage nachgegangen, wie sich sogenannte fake news nach möglichst objektiven Kriterien identifizieren und klassifizieren lassen. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der effizienten und automatisierbaren Überprüfung sowohl faktischer als auch sprachlicher Aspekte mittels natural language processing und crowd wisdom. Angestrebt wird die Entwicklung einer App, die den Nutzer dabei unterstützt, den Informationsgehalt und die Vertrauenswürdigkeit von Texten, insbesondere in sozialen Medien, einzuschätzen. Eines der Alleinstellungsmerkmale der App ist, dass die Gruppe die Funktionen der App mitentwickelt, und daher ein real interdisziplinärer Ansatz in der Entwicklung zum Tragen kommt. Die App soll in einem geeigneten Rahmen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Als weiteres Produkt der Arbeitsgruppe ist eine Podiumsdiskussion geplant, bei der ein kontroverses oder kontrovers wahrgenommenes Thema aufgegriffen werden soll. Hierzu soll eine Person des Zeitgeschehens eingeladen werden. Eine Diskussion mit Experten aus den Medien oder/und Gesellschaftswissenschaften ist angedacht. Dieses Format soll dazu beitragen, verschiedene Wahrnehmungen einer sozialen Situation zu beleuchten und Raum für einen sachlichen Austausch bieten. Ein Abgleich mit der medial berichteten Situation soll möglich gemacht werden.

Geplant ist zudem weiterhin eine Ausstellung, die Raum – offline und online – für Reflexion über Wahrheit, Lüge und Glaubwürdigkeit bietet

Die Projekte sollen helfen, Bewusstsein dafür zu erzeugen, wie Medien funktionieren, wie „news“ produziert werden und welche Interessen im Prozess Einfluss nehmen.

Die Gruppe setzt sich zusammen aus Expertinnen und Experten der Fachbereiche Informatik, Ingenieurswissenschaften, Kommunikationswissenschaft, Philosophie, Physik, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften und Umweltwissenschaften. Deren verschiedene Vorverständnisse und Herangehensweisen in Bezug auf Wahrheitsfindung versprechen, die Arbeit an den beiden Produkten zu einem sehr bereichernden Prozess zu machen.

 

 

Treffen der Arbeitsgruppe:

 

Mitglieder der AG „Fake or Fact – Mehr(ere) Wahrheiten in den Medien“:

 Fakultät / AbteilungInstitution
Aker, AhmetFakultät für Ingenieurswissenschaften, Lehrstuhl für InformationssystemeUniversität Duisburg-Essen
Erdmann, JohannesFakultät Physik, Experimentelle Physik IVTechnische Universität Dortmund
Gravenkamp, HaukeFakultät für Ingenieurwissenschaften, Fachgebiet Statik und Dynamik der FlächentragwerkeUniversität Duisburg-Essen
Kaping, DanielArbeits-, Gesundheits- und UmweltschutzRAG Aktiengesellschaft
Kriege, NilsFakultät für Informatik, Lehrstuhl für Algorithm Engineering
Technische Universität Dortmund
Marchi, FrancescoFakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft
Ruhr-Universität Bochum
Mayer, Sabrina JasminFakultät für Gesellschaftswissenschaften, Institut für Politikwissenschaft
Universität Duisburg-Essen
Risini, IsabellaJuristische Fakultät, Lehrstuhl für Öffentliches Recht insbesondere Europarecht, Völkerrecht und Internationales Wirtschaftsrecht
Ruhr-Universität Bochum
Serong, JuliaFakultät Kulturwissenschaften, Institut für Journalistik
Technische Universität Dortmund
Welpinghus, AnnaFakultät Humanwissenschaften und Theologie, Institut für Philosophie und Politikwissenschaft
Technische Universität Dortmund